Tanzania Safari Reportagen

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AFRIKA aktuell - Das Tanzania Online Safari, Reise- und Tourismus Magazin für Tansania Reisen sowie Süd-Ost-Afrika
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Tansania Reisen und Safaris
Serengeti - Auf Safari-Tour durchs Gepardenland
von Andrea Klemp
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Tolles Erlebnis: 3facher Nachwuchs bei Familie Gepard
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„Geparden-Land“ - wir sind in der Ngorongoro Conservation Area, die die südliche Grenze zum Serengeti Nationalpark bildet, unterwegs. Diese Region besteht vor allem aus weiten, fast baumlosen Grassavannen, also ideales Jagdrevier für den eleganten Sprinter. Am frühen Morgen haben wir Glück und entdecken im Schatten eines Busches ein Muttertier mit vier Jungen. Weit und breit sind wir die einzigen Beobachter, und ich geniesse es, die Tiere in aller Ruhe zu betrachten.
Ein klarer Vorteil, wenn man eine privat geführte Tour unternimmt. Ich bin alleine mit meinem Fahrer, der gleichzeitig Reiseleiter ist, auf Safari. Mkenda’s umsichtiges Fahren, seine scharfen Augen und sein geballtes Wissen machen meinen Ausflug in die Serengeti zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Es ist November, und obwohl sich die grossen Tierherden, für die die Serengeti so berühmt ist, um diese Zeit meist in der nördlich gelegenen Masai Mara in Tanzania aufhalten, werden die Pirschfahrten nie langweilig. Wir entdecken u.a. ein Löwenrudel, satt gefressen und entspannt in einem trockenen Flussbett, Löffelhunde, die neugierig aus ihrem Bau schauen und einen Honigdachs.
Die Ndutu Lodge ist eine guter Basis für diese Region. Die 35 Zimmer sind zwar relativ klein und rustikal, dafür entschädigt aber die Sicht auf den Lake Ndutu, die angenehme und entspannte Atmosphäre, das leckere Essen und das prasselnde Lagerfeuer unter dem Sternenhimmel. Schöner kann ein Safaritag nicht enden.
Nur im Südosten der Serengeti einschliesslich der Ngorongoro Conservation Area sind die grossen Ebenen landschaftsbestimmend. Besonders markant sind die Kopjes, riesige Granitfelsen, die durch Abtrag freigelegt und vom Wind geschliffen wurden. Die nördlich daran anschliessenden Gebiete werden von kleinen Bergketten und Hügel durchzogen.
Im Zentrum der Serengeti liegt das Seronera Valley. Hier befindet sich auch das Tourist Center, das in Zusammenarbeit mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt entstanden ist. Auf einem ca. 45min Rundgang rund um riesige Kopjes wird das Ökosystem der Serengeti auf leicht verständlichen Schautafeln erklärt. Mein Blick schweift aber immer wieder ab, denn von hier oben hat man einen herrlichen Blick.
Die südwestlich davon gelegene Serengeti Sopa Lodge wirkt bei Anfahrt wie ein Betonkasten, aber die Lage am Hang bietet auch einen tollen Blick, ob nun vom kleinen Garten mit Pool oder vom privaten Balkon. Der Anblick der vorbeiziehenden Tierherden während der Migration (meist im April) muss atemberaubend sein, selbst mit nur zwei Büffeln direkt vor meinem Balkon ist der Ausblick berauschend. Die Lodge ist 2007 komplett renoviert wurden, die Zimmer in warmen Erdtönen, mit kunstvollen Eisenarbeiten und viel Platz machen einen wirklich guten Eindruck.
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Alarm-Stimmung: Die Löwin checkt, ob da etwas Fressbares durch die Savanne unterwegs ist
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Wir sind frühmorgens in der Region Lobo Hills unterwegs und sehen schon von weitem eine grosse Anzahl von Geiern.
Direkt am Strassenrand liegen die Überreste eines Büffels und gerade zieht sich das Löwenrudel zur Siesta zurück. Die wartenden Geier nutzen ihre Chance und stürzen sich auf die Reste. Wir sind nur wenige Meter entfernt, ein unglaublicher Anblick und Lärmpegel.
Aber der Höhepunkt des Schauspiels ist noch nicht erreicht, plötzlich und völlig unerwartet kommt eine Löwin zurück, greift an und erschlägt einen Geier. Minuten vergehen, die Löwin entscheidet sich für den Rückzug, und genau in dem Moment springt der vermeintlich tote Geier auf und flüchtet - wir können kaum glauben, was wir sehen.
Als letzte Region besuchen wir den Western Korridor. Hier kann man im Juni/Juli die spektakulären Flussüberquerungen von Tausenden von Gnus erleben. Das relativ neue Mbalageti Camp ist eine gute Wahl während dieser Zeit. Wenn das Camp ausgebucht ist, mag es im Restaurant und Poolbereich etwas eng werden. Dafür entschädigt aber die Weitläufigkeit der gesamten Anlage. Die 26 Chalets sind grosszügig, und die private Terrasse mit Blick bis zum Horizont ist ein schöner und ruhiger Rückzugsort.
Wie die Tierherden sind wir durch die unterschiedlichsten Regionen der Serengeti gezogen, wobei mir dafür nur eine gute Woche zur Verfügung stand. Auf meinem Flug vom Grumeti Airstrip zurück nach Arusha wird mir klar, dass der Nationalpark immer einen Besuch wert ist, auch ausserhalb der Migration. Und der Anblick der grossen Tierherden ist ein Bonus, den man mit etwas Glück bekommt.
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