Mosambik Reisen und Safari- Reportagen
 |
|
In Berlin geboren, lebt unsere Autorin Renate Henkel seit 40 Jahren im Raum Böblingen, Baden-Württemberg. Regelmässig bereisen sie und ihr Mann die entlegendsten Winkel der Erde, immer auf der Suche nach aussergewöhnlichen Tierbegegnungen und unberührten Landschaften. Seit einigen Jahren arbeitet sie als Reiseschriftstellerin und Naturfotografin
|
|
AFRIKA aktuell - Das Mosambik Safaris und Reisen, Urlaub- und Mozambique - Tourismus Magazin
|
Mozambiqe Safaris, Reisen und Reise-Reportagen, Land und Leute:
Unterwegs in Mosambik
Von Xai-Xai nach Inhambane
von Renate Henkel
 |
|
Wem noch nicht heiss genug ist, der greife zu den hausgemachten Chilli-Saucen, die man am Strassenrand kaufen kann
|
Vor zwei Tagen hatten wir in Maputo ein anderes Auto mit deutschem Kennzeichen getroffen und uns an einer Tankstelle mit Jörn und Lisa aus Hameln bekanntgemacht.
Hier auf dem Campingplatz in Xai-Xai treffen wir sie wieder und haben beim gemeinsamen Abendessen im gemütlichen Strandrestaurant viel Zeit, Reiseerlebnisse auszutauschen.
Da die beiden bereits in Sambia und Malawi unterwegs waren und auch die vor uns liegende Strecke entlang der mosambikanischen Küste kennen, notiere ich im Notizbuch sorgfältig alle Tipps und Empfehlungen.
Unser nächstes Ziel ist das Städtchen Inhambane, malerisch an einer Bucht gelegen. In den Gassen der Altstadt findet man noch Häuser aus der Kolonialzeit, die hübsche alte Kirche mit dem zinnenbewehrten Turm und den geschäftigen Markt mit seinen bunten Auslagen. Wir halten an der Anlegestelle der kleinen Dhaus und etwas grösseren „Taxiboote“, die die Bucht überqueren und im gegenüberliegenden Maxixe anlegen. Käpt’n John bietet uns einen Ausflug mit seiner Dhau an für 20 Euro einschliesslich Bewachung unseres Fahrzeugs.
Wir vertrösten ihn auf später, denn nach der Erledigung einiger Einkäufe wollen wir noch heute das 25km südlich am Meer gelegene Paindane erreichen. Ich freue mich auf die angeblich beste Schnorchelmöglichkeit der gesamten Küste. Die Sandpiste dorthin ist fest und gut befahrbar, nur die letzten Kilometer durch dichte Palmenhaine etwas abenteuerlich. Die Spur wird immer schmäler und sandiger, Allrad ist angesagt, man erwartet, im Nichts zu landen.
Ohne GPS wären wir hier ziemlich aufgeschmissen. Einheimische verdrehen die Köpfe, starren erstaunt unserem grosen Vehikel hinterher, Kinder kommen winkend angerannt.
Plötzlich stehen wir vor der Paindane Lodge.ie z.T. steilen Sandwege sind mit Palmwedeln ausgelegt, Allrad und reduzierter Reifendruck sind vorgeschrieben. Wir inspizieren den völlig leeren Platz und entscheiden uns für eine „Casita“, d.h., wir haben neben dem Stellplatz unseres Fahrzeugs einen überdachten Sitzplatz, eine Koch- und Spülecke und eigene Dusche/WC. Dahinter befindet sich ein gemauerter Grill.
Wir hören zwar das Meer rauschen, müssen jedoch zum Strand zuerst durch die Dünen laufen und dann einen steilen Hang hinunter, denn die Holztreppe ist der Altersschwäche zum Opfer gefallen. Der Rückweg hangaufwärts ist besonders strapaziös, bei zwei Schritten bergauf rutscht man im lockeren Sand wieder einen Schritt zurück.
 |
|
Die Languste ist eigentlich viel zu schön für ihr nahendes Schicksal
|
Diese Anstrengungen nehmen wir jedoch gerne in Kauf, als wir am nächsten Tag die herrlichen Schnorchel-Möglichkeiten entdecken.
Die Tidentabelle sagt uns, wann Ebbe ist. Das ist die beste Zeit, um vom Strand zum vorgelagerten Riff hinaus zu schwimmen.
Wir sind begeistert von den vielgestaltigen und vielfarbigen Korallen und der artenreichen Meeresfauna. Auser den hübschen, bunten Fischen entdecken wir Muränen in den Felsspalten, einen Tintenfisch, der die Farbe wechselt, wenn man ihn reizt, noch bewohnte Kaurimuscheln und vieles mehr. Wir geben erst auf, als die Flut kommt und die Sicht durch die vielen Luftbläschen im aufgewirbelten Wasser schlechter wird.
Die nächste Überraschung erwartet uns an unserem Platz. Einheimische bieten uns fünf kleinere Hummer und einen grosen Fisch an. Wir kaufen ihnen alles ab und heizen den Grill an, um uns ein Festmal zuzubereiten. Die Augen waren mal wieder gröser als die Füllkapazität der Mägen.
Von den Hummern bleibt etwas Fleisch übrig, aber damit kann ich am nächsten Tag eine leckere Vorspeise machen: Hummercocktail mit frischer Mango solch ein Reste-Essen lässt man sich doch gern gefallen!
Mozambique Reise Reportagen TEIL 5, weitere Teile siehe unten
|
 |
Teil 1: Mit dem Allrad-PKW durch Mosambik.
Mit dem Schlagbaum endet die gut ausgebaute Asphaltstrasse und zweigt sich auf in drei Tiefsandpisten, notdürftig beschildert mit beschrifteten Papptafeln...
|
 |
Teil 2: Mit dem Allrad-PKW durch Mosambik.
Einige liebenswerte tierische Besucher der nächtlichen und afrikanischen Art machen den Campig-Platz zum Foto-Studio...
|
 |
Teil 3: Mit dem Allrad-PKW durch Mosambik.
Was man so alles auf den Pisten des Landes sehen und erleben kann, ist abenteuerlich, und genau das hatten wir uns ja gewünscht...
|
 |
Teil 4: Mit dem Allrad-PKW durch Mosambik.
Street-Life live auf dem Weg Richtung Norden nach Xai-Xai, Vitamin-Spritzen in Form köstlichen frischen Obstes und schöne nicht alltägliche Souvenirs gleich mit inbegriffen...
|
 |
Teil 6: Mit dem Allrad-PKW durch Mosambik.
Von Inhambane Richtung Osten bieten die Küste und der Indische Ozean selbst ein kaum zu übertreffendes Naturschauspiel: Man kann auf einer geführten Boots-Tour riesige Walhaie beobachten und mit ihnen tauchen und schnorcheln...
|
 |
Teil 7: Mit dem Allrad-PKW durch Mosambik.
Der Traumstrand von Morrongulo liegt ungefähr 150 Kilometer von Vilanculos entfernt. Wer es überhaupt schafft, dorthin zu kommen, will so bald auch nicht mehr weg...
|
|
|
|
|